swiss-schere300.jpg      titel-aue2.jpg       Logo-PV.jpg

Suche:
Sie befinden sich in:
01253 - Die Sihlpost in Zürich - 1:250

01253 - Die Sihlpost in Zürich - 1:250

Massstab:      1 : 250
Länge:            54.0 cm
Breite:            17.5 cm
Höhe:             18.0 cm
Autor:             Peter Gierhardt
Anzahl Bogen: 10   (B4) 34x24 cm
Schwirigkeitsgrad:  3

Die Sihlpost in Zürich

Historisch wertvolles Gebäude unter Denkmalschutz

 

Die Sihlpost bildetmit ihrem 123 Meter langen Baukörper den markantesten Blickpunkt zwischen demZürcher Hauptbahnhof und der Sihlbrücke. Als das historische Flaggschiff bildetdie Sihlpost die städtebauliche Verbindung zwischen der alten ZürcherInnenstadt und der neuen Europaallee.

Die Sihlpost, einWerk der Architekten Adolf und Heinrich Bräm aus den Jahren 1928–30, entstandim Auftrag der SBB und bot Raum für Post- und SBB-Nutzungen. Sie war eines dermodernsten Postgebäude der Welt. Als Zeitzeuge für den Aufbruch Zürichs in dieModerne steht sie heute unter Denkmalschutz. Für das Gebäude charakteristischsind die durchgehenden Brüstungs- und Gesimsbänder mit der besonderenFenstereinteilung (rund 800 Fenster) und das Walmdach. Dazu kommen Mosaike ander Fassade im Erdgeschoss und die typischen Fenstergitter. Schützenswert istauch die Eisenbetonkonstruktion mit Pilzdeckensystem des Ingenieurs RobertMaillart im Innern des Gebäudes.

 

Zwischen 1991und 1996 fandder erste gross angelegte Umbau der Sihlpost statt. Alle posttechnischenAnlagen wurden ausgeräumt und vielerorts die Raumaufteilungen verändert. Rund20 Jahre später, von 2013 bis 2015, wurde das Gebäude unter der Leitung von MaxDudler Architekten totalsaniert. Nebst der Sanierung der Innenräume und derFassade wurde die ganze Haustechnik erneuert. Das historische Gebäude erreichtnun Minergiestandard. Nach dem Abschluss der Sanierung ist die Sihlpost bereitfür eine erweiterte Nutzung. Nebst der Poststelle, die im Erdgeschoss erhaltenbleibt, findet man nun auch Restaurants, ein Shop, Büroräume sowie ein modernesWeiterbildungszentrum der KV Zürich Business School in der Sihlpost.

 

((Quelle: SBB AG, Medienmitteilung vom5.11.2015))


Auf Lager
Sofort lieferbar
Einzelpreis 14.50 SFr
back.jpg                                                                                                      Preis enthält MwSt zzgl. Versandkosten
Menge:
Sie befinden sich in:
01253 - Die Sihlpost in Zürich - 1:250
Weitere Bilder
Warenkorbübersicht
Im Warenkorb befinden sich keine Produkte.
 303011 - Rob Ives - Ruminations.gif
  Rob Ives
Infobox 2
WR013 - Gegen den Wind - Papiermechanik.gif
 Walter Ruffler

 
Modellbogen und Werkhefte
  • Natürlich hat Edwin Morf den Modellbogen nicht erfunden. Vorläufer davon gibt es seit Mitte des 16. Jahrhunderts. In der Rokoko-Zeit hat der Dichterfürst Goethe »allerley artige Lusthäuser ... mit Pilastern, Freitreppen und Dächern« aus Papier ersonnen. Grosse Mode wurde der Modellbogen aber erst im 19. Jahrhundert, vor allem nach der Erfindung der Lithographie. Damals kamen in deutschen und französischen Verlagen Tausende von Modellen auf den Markt; alles Erdenkliche wurde angeboten, Königspaläste, Tempelruinen, Opernhäuser, funktioniernde (!) Dampfmaschinen und Nähmaschinen, Unterseeboote und Eiffeltürme in allen Grössen. Neben hervorragenden Konstruktionen gab es auch viel eilig hergestellten, billigen und geschmacklosen Schund.
  • Die Modellbogen des von Edwin Morf ins Leben gerufenen nachmaligen Pädagogischen Verlages verstanden sich von Anfang an als Zeichen einer Reformbewegung und eines Neubeginns nach dem Ersten Weltkrieg. Die Modelle sollten qualitativ hochstehend, kindergerecht und lehrreich sein und schweizerischen Verhältnissen und Bedürfnissen Rechnung tragen. Von diesem pädagogischen, ja volkserzieherischen Impetus zeugt ein Rundschreiben Morfs aus Jahre 1933, aus dem folgende Passage zitiert sei:
  • »Wenn die Abende früher hereinbrechen, taucht für alle, die sich für das Wohl der Jugend verantwortlich fühlen, die wichtige Frage auf: Wie beschäftigen wir unsere Jungmannschaft, besonders das tatendurstige Bubenvolk, unterhaltend und nutzbringend? Die jungen Leute sollen lesen! höre ich sagen. Nur lesen? Nein, auch mit Hand und Werkzeug will und soll unsere Jugend tüchtig werden, soll Genauigkeit und Ausdauer üben und dies auf eine Weise, als ob's Spiel wäre. Unmerklich soll ihr die Freude an sauberer Arbeit aufgehen. Sie möchte gerne etwas Schönes entstehen sehen, das noch nach Jahren Zeuge ihres Fleisses, ihrer Ausdauer und Erfindungsgabe sei, darauf hat sie ein Recht.«
  • Über diesen Punkt herrscht heute weiterherum Einigkeit: wie alle »nützlichen« Freizeitbeschäftigungen ist das Modellbogenbasteln nicht nur ein kurzweiliger Zeitvertreib, sondern hat auch einen nachhaltigen Lerneffekt. Geschult werden, ganz nach Edwin Morfs Ansicht, Ausdauer und Genauigkeit, im Einzelnen das Umsetzen einer komplizierten Anleitung, die Feinmotorik, das räumliche Sehen. Jedes Kind, das ein Modell nach einem Konstruktionsplan ohne böse Fehler nachbauen kann, hat eine beachtliche Leistung vollbracht und hat nachher auch ein greifbares, schönes Resultat in den Händen. Auf dieses darf es stolz sein; es ist ein sichtbares Erfolgserlebnis, das zu weiteren Taten anspornt. Und ganz nebenher erfährt es noch eine Menge Wissenswertes über das Objekt, das es soeben konstruiert hat, über dessen Geschichte, Bedeutung und Funktion.
  • Obwohl sich seit den Gründungsjahren des Verlages die Welt insgesamt und die Welt des Kindes im Besonderen dramatisch verändert hat, erfreut sich der Modellbogen ungebrochener Beliebtheit. Offensichtlich bietet das Basteln eines schönen Kartonmodells etwas, das weder Barbie-Puppen noch Videospiele, weder Elektronik-Baukästen noch Game-Boys bieten können. Die Verkaufsziffern sprechen hier eine deutliche Sprache.
    Der Modellbogen wird nicht aussterben; diese Prognose sei hier gewagt. Trotz Infotainment und dauernder Musikberieselung, trotz der Attraktivität von schnarrendem, piepsendem, umhersausendem Techno-Spielzeug aller Art: wenn's dann irgendwann für einmal still wird im Kinderzimmer, dann kommt er wieder auf den Tisch, der alte, geliebte Modellbogen, und dann herrscht wieder Ruhe, Konzentration, Aufmerksamkeit - und stille Freude über das gelungene Werk.
  • Zurück      Nach Oben