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Regio 15 - Gelenktriebwagen GTW 26 RM Mittelland Schweiz

Regio 15 - Gelenktriebwagen GTW 26 RM Mittelland Schweiz

  • Bestellnummer: Regio13
  • Autoren:   Ingo Kegel
  •  Sprache:  Deutsch
  • Schwierigkeitsgrad:      1
  • Selbständige Einzelteile: 
  • Massstab:    1:87 HO
  • Anzahl Bogen:     4
  • Bogengrösse:  21 x 30 cm  
  • Anzahl der Teile:    61 Stk  
 
 
 
Gelenktriebwagen GTW 2-6 Thurbo AG Schweiz
 
  • Gelenktriebwagen GTW 2/6 RM Mittelland Schweiz                                                                                                                                                                                                                                                                 3 Bögen DIN A4 mit 61  Bauteilen        

    Maße(H0):52,0 x 3,4 x 4,2 cm   

    Maße(N):26,0 x 1,8 x 2,5 cm   

    Maße(TT):35,5 x 2,2 x 3,2  cm

    Preis:3,20 €

    Bestellnummer:Regio15(SpurH0)/Regio15N(SpurN)/Regio15TT(SpurTT)

     

Fahrzeuge und Services

Der Gelenktriebwagen GTW wurde als modulares Fahrzeugkonzept entwickelt, um die verschiedenen Anforderungen bezüglich Spurweite, Lichtraumprofil und Transportkapazität optimal abdecken zu können. Dank der modularen Auslegung ist der Gelenktriebwagen GTW sowohl elektrisch in allen gängigen Spannungen wie auch dieselelektrisch erhältlich. Typisches Merkmal ist das in der Fahrzeugmitte angeordnete Power Modul, in dem die gesamte Antriebsanlage untergebracht ist. Das Power Modul hat einen Durchgang für die Passagiere. Für die Wartungsarbeiten sind sämtliche Systeme und Komponenten von aussen zugänglich. Diese Auslegung verlangt praktisch keine Investitionen im Werkstattbereich und erlaubt es, die Wartungs- und Instandhaltungszeiten kurz zu halten. Die beiden Endwagen beim GTW 2/6 sind aus Aluminiumstrangpressprofilen hergestellt und auf dem Powermodul aufgesattelt. Dank der konsequenten Trennung von Power Modul und Endwagen werden keine Antriebsgeräusche oder Vibrationen zu den Passagierabteilen übertragen. Da keine schweren Antriebskomponenten in den beiden Endwagen untergebracht sind, können diese in Leichtbauweise hergestellt werden und beinahe das ganze verfügbare Umgrenzungsprofil steht für die Gestaltung der Passagierräume zur Verfügung. Der Niederfluranteil, abgestimmt auf die Bahnsteighöhe, beträgt mehr als 65 Prozent. Basierend auf einem definierten Standart kann die Grundausstattung individuell ergänzt und angepasst werden. Kastenlänge und -breite sind anpassbar auf das zur Verfügung stehende Fahrzeugumgrenzungsprofil.
 
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Modellbogen und Werkhefte
  • Natürlich hat Edwin Morf den Modellbogen nicht erfunden. Vorläufer davon gibt es seit Mitte des 16. Jahrhunderts. In der Rokoko-Zeit hat der Dichterfürst Goethe »allerley artige Lusthäuser ... mit Pilastern, Freitreppen und Dächern« aus Papier ersonnen. Grosse Mode wurde der Modellbogen aber erst im 19. Jahrhundert, vor allem nach der Erfindung der Lithographie. Damals kamen in deutschen und französischen Verlagen Tausende von Modellen auf den Markt; alles Erdenkliche wurde angeboten, Königspaläste, Tempelruinen, Opernhäuser, funktioniernde (!) Dampfmaschinen und Nähmaschinen, Unterseeboote und Eiffeltürme in allen Grössen. Neben hervorragenden Konstruktionen gab es auch viel eilig hergestellten, billigen und geschmacklosen Schund.
  • Die Modellbogen des von Edwin Morf ins Leben gerufenen nachmaligen Pädagogischen Verlages verstanden sich von Anfang an als Zeichen einer Reformbewegung und eines Neubeginns nach dem Ersten Weltkrieg. Die Modelle sollten qualitativ hochstehend, kindergerecht und lehrreich sein und schweizerischen Verhältnissen und Bedürfnissen Rechnung tragen. Von diesem pädagogischen, ja volkserzieherischen Impetus zeugt ein Rundschreiben Morfs aus Jahre 1933, aus dem folgende Passage zitiert sei:
  • »Wenn die Abende früher hereinbrechen, taucht für alle, die sich für das Wohl der Jugend verantwortlich fühlen, die wichtige Frage auf: Wie beschäftigen wir unsere Jungmannschaft, besonders das tatendurstige Bubenvolk, unterhaltend und nutzbringend? Die jungen Leute sollen lesen! höre ich sagen. Nur lesen? Nein, auch mit Hand und Werkzeug will und soll unsere Jugend tüchtig werden, soll Genauigkeit und Ausdauer üben und dies auf eine Weise, als ob's Spiel wäre. Unmerklich soll ihr die Freude an sauberer Arbeit aufgehen. Sie möchte gerne etwas Schönes entstehen sehen, das noch nach Jahren Zeuge ihres Fleisses, ihrer Ausdauer und Erfindungsgabe sei, darauf hat sie ein Recht.«
  • Über diesen Punkt herrscht heute weiterherum Einigkeit: wie alle »nützlichen« Freizeitbeschäftigungen ist das Modellbogenbasteln nicht nur ein kurzweiliger Zeitvertreib, sondern hat auch einen nachhaltigen Lerneffekt. Geschult werden, ganz nach Edwin Morfs Ansicht, Ausdauer und Genauigkeit, im Einzelnen das Umsetzen einer komplizierten Anleitung, die Feinmotorik, das räumliche Sehen. Jedes Kind, das ein Modell nach einem Konstruktionsplan ohne böse Fehler nachbauen kann, hat eine beachtliche Leistung vollbracht und hat nachher auch ein greifbares, schönes Resultat in den Händen. Auf dieses darf es stolz sein; es ist ein sichtbares Erfolgserlebnis, das zu weiteren Taten anspornt. Und ganz nebenher erfährt es noch eine Menge Wissenswertes über das Objekt, das es soeben konstruiert hat, über dessen Geschichte, Bedeutung und Funktion.
  • Obwohl sich seit den Gründungsjahren des Verlages die Welt insgesamt und die Welt des Kindes im Besonderen dramatisch verändert hat, erfreut sich der Modellbogen ungebrochener Beliebtheit. Offensichtlich bietet das Basteln eines schönen Kartonmodells etwas, das weder Barbie-Puppen noch Videospiele, weder Elektronik-Baukästen noch Game-Boys bieten können. Die Verkaufsziffern sprechen hier eine deutliche Sprache.
    Der Modellbogen wird nicht aussterben; diese Prognose sei hier gewagt. Trotz Infotainment und dauernder Musikberieselung, trotz der Attraktivität von schnarrendem, piepsendem, umhersausendem Techno-Spielzeug aller Art: wenn's dann irgendwann für einmal still wird im Kinderzimmer, dann kommt er wieder auf den Tisch, der alte, geliebte Modellbogen, und dann herrscht wieder Ruhe, Konzentration, Aufmerksamkeit - und stille Freude über das gelungene Werk.
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