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608 - Wuerfelpuzzle

608 - Wuerfelpuzzle

  • Bestellnummer: 608
  • Autor: Rolf A. Müller
  • Schwierigkeitsgrad: ab 6 J.
  • Selbständige Einzelteile: 16
  • Sprache: d
  • Massstab:  n/a
 
Wuerfelpuzzle
 
Ein Würfelpuzzle mit sechs europäischen Wildtieren.Dieser Bogen ist vorgestanzt und vorgerillt. Er braucht weder Schere noch Leim. Die 16 Würfelteile werden einfach aus dem Bogen herausgebrochen und ineinander gesteckt.
*NEU: vorgestanzt und vorgerillt*Dieser Bogen ist vorgestanzt und vorgerillt. Er braucht weder Schere noch Leim. Die 16 Würfelteile werden einfach aus dem Bogen heraus gebrochen und ineinander gesteckt.
 
Der Europäische Braunbär
• lebt in Europa als eine Unterart der Braunbären, die auch in Teilen Asiens vorkommt (bis Korea und Japan), ebenso im Nordwesten Amerikas;
• zählt zu den grössten Landraubtieren;
• hat sehr guten Geruchssinn; hört und sieht dagegen weniger gut;• hat Körperlänge bis 2.8 m, Schulterhöhe bis 1.5 m, •Körpergewicht durchschnittlich 150 bis 300 kg, im Extremfall über eine halbe Tonne;
• Gesamtbestand weltweit etwa 200‘000 Tiere, in Europa (ohne Russland) etwa 14‘000 Tiere, die v.a. in Nord- und Osteuropa leben. In Mitteleuropa nur kleine Bestände.
• Viele Bären wandern herum und überqueren dabei die Landesgrenzen.
• lebt als Einzelgänger und hat kein eigenes Territorium, das er gegen andere Tiere verteidigt;
• ist ein Allesfresser; frisst v.a. Beeren, Nüsse, Wurzeln, Larven, Honig, aber auch Fleisch von kleinen und grossen Tieren, dazu Fisch;
• wird freilebend höchstens 25 Jahre alt. In Gefangenschaft kann er bis 40 Jahre erreichen.
• Die Weibchen haben erst im Alter von 5-10 Jahren Junge. Diese sind bei der Geburt nur handgross und wiegen etwa 500 Gramm.
• Die Bärenjungen öffnen die Augen nach 4 bis 5 Wochen.
• ist in manchen Ländern mit kleinen Beständen geschützt, in anderen darf er aber bejagt werden.
 
Der Rotfuchs
• Der mitteleuropäische Fuchs ist der Rotfuchs.
• ist ein Wildhund wie der Wolf, der Schakal und der Kojote;
• wiegt durchschnittlich zwischen 5 und 7.5 kg;
• hat eine Körperlänge (ohne Schwanz) von 60-75 cm; der Schwanz misst 30-45 cm;
• hat sich über fast ganz Eurasien verbreitet, über einen grossen Teil von Nordamerika und (durch Einführung) über weite Gebiete Australiens;
• kann fast überall leben: ursprünglich in Wäldern, im Grasland, auf Äckern, neuerdings auch in Städten;
• ist ein Allesfresser: Mäuse, Kaninchen, Regenwürmer, Käfer, Schnecken, Frösche, Eidechsen, Fische, einzelne Vögel, sogar Rehe, aber auch Obst, Aas, Abfall;
• wohnt in einem Bau. Dieser Fuchsbau kann verschieden gross sein; meistens ist er verzweigt und hat mehrere Fluchttunnels. In grossen Bauten wohnen oft Fuchs und Dachs gemeinsam.
• Die Füchsin (Fähe) bringt im Durchschnitt 4-6 Junge zur Welt.
• Die Jungen sind ca. 2 Wochen blind; nach einem Monat verlassen sie zum ersten Mal den Bau.
• Die Lebenserwartung der freilebenden Rotfüchse beträgt höchstens 10 Jahre. Die meisten Füchse sterben, bevor sie ein Jahr alt sind (Jagd, Strassenverkehr). 
 
Der Rothirsch
• lebt in weiten Teilen Europas, dazu in einzelnen Regionen Westasiens und Nordafrikas. Er ist ausserdem als Jagdwild in amerikanische Länder, dazu nach Australien und Neuseeland eingeführt worden.
• hat grosses Geweih, das er jährlich zwischen Februar und April abwirft, um in den folgenden 5 Monaten wieder ein neues aufzubauen;
• Grösse: Kopf-Rumpf-Länge 180-210 cm. Schulterhöhe 100 bis 150 cm. Gewicht 100-250 kg. Das Geweih kann bis 8 kg wiegen.
• ist wie unsere Kuh ein Wiederkäuer und nimmt täglich 8-20 kg Grünfutter zu sich. Der Hirsch frisst auch Baumrinde, Baumknospen, Kräuter, Rüben, Kartoffeln, Eicheln, Obst, Pilze und Moos.
• Eine Hirschkuh bringt meistens nur ein Kalb zur Welt. Es ist zwischen 6 und 8 kg schwer und kann nach wenigen Stunden gehen.
• Das Maximalalter der freilebenden Hirsche ist 18 Jahre, in Gefangenschaft 20 Jahre.
• ist seit Urzeiten ein Lieblingswild der Jäger. Bei der Hetzjagd werden die fliehenden Tiere durch grosse Hundemeuten umzingelt, damit die zu Pferd nachfolgenden Jäger sie schiessen können.
• Hirsche können erhebliche Schäden im Wald verursachen, vor allem durch das Abschälen der Baumrinde, das Abfressen von jungen Baumsprossen und das Reiben des Geweihs an den Stämmen.
• In Deutschland leben heute etwa 200‘000 Rothirsche, in der Schweiz etwa 30‘000. 
 
Der eurasische Luchs
• ist die grösste Katze Europas und kommt auch in grossen Teilen Asiens vor;
• war vor 100 Jahren in Westeuropa praktisch ausgerottet. Im Norden und Osten des Kontinents konnte sich die Art jedoch halten.
• wird seit den 70er-Jahren in Mitteleuropa gezielt wieder eingeführt;
• Grösse: Kopf-Rumpf-Länge 80-120 cm, Schulterhöhe 50-70 cm. Gewicht durchschnittlich zwischen 20 bis 25 kg.
• Typisch für den Luchs sind die Pinselohren, der Backenbart und der sehr kurze Schwanz (15 bis 25 cm lang, mit schwarzer Spitze).
• Augen und Ohren sind beim Luchs besonders leistungsfähig. Er kann dadurch nachts jagen und hört ein Reh in 500 m Distanz.
• hat als Lebensraum grosse Wälder mit dichtem Unterholz. Nur selten kommt er aus dem Wald in die offene Landschaft oder gar in bewohnte Siedlungen.
• frisst praktisch alle erreichbaren Säugetiere und Vögel. Am liebsten frisst er Rehe, aber auch Füchse, Marder, Hasen, junge Wildschweine, Eichhörnchen, Mäuse, Ratten und Murmeltiere, daneben Fische.
• Luchsmütter haben 2-5 Junge; diese wiegen bei der Geburt etwa 240-300 g und sind gut 2 Wochen blind.
• Die Sterblichkeit der Jungtiere ist sehr hoch (Strassenverkehr, Krankheiten); die Lebensdauer der erwachsenen Luchse ist 10-15 J.
• Bestand der Luchse in Europa: 7‘000 Stück, weltweit ca. 50‘000. 
 
Der Steinbock
• gehört zu den Wildziegen;
• kommt in Europa und Asien vor, in mehreren Arten, die zum Teil sehr ähnlich sind;
• Am bekanntesten ist wohl „unser“ Alpensteinbock.
• Grösse: Körperlänge 150 cm, Schulterhöhe: 90 cm. Gewicht: Böcke gegen 100 kg, Geissen etwa 40 kg.
• Auffällig sind die gebogenen Hörner der Böcke (bis zu 1 m Länge).
• Die Böcke kämpfen oft gegeneinander, um Anführer einer Herde zu werden.
• Steingeissen haben in der Regel nur ein Jungtier, selten zwei. Die Jungen können vom ersten Tag an laufen, werden aber ein Jahr lang von der Mutter gesäugt.
• wurde schon früh hemmungslos bejagt, weil man aus Aberglauben Heilkräfte in seinen Körperteilen vermutete und aus diesen vielerlei Medizin herstellte;
• war deswegen schon im 17. Jh. sehr selten und anfangs 19. Jh. bis auf 50-100 Tiere in einem italienischen Nationalpark ausgerottet;
• Von diesen wenigen Tieren stammen alle heutigen Alpensteinböcke ab.
• Heute leben in den Alpen wieder ca. 45‘000 Tiere, die meisten in der Schweiz und in Italien, weitere in Frankreich, wenige in Deutschland und Slowenien. 
 
Der eurasische Wolf
• gehört wie der Fuchs zu den Hunden; alle Hunderassen stammen ja vom Wolf ab;
• war einst das verbreitetste Raubtier der Erde und lebte in weiten Teilen der nördlichen Erdhalbkugel, wurde aber vielerorts ganz oder beinahe ganz ausgerottet;
• lebt im Rudel; sein Lebensraum ist Grasland und der Wald;
• hat Kopf-Rumpf-Länge von max. 160 cm, Schulterhöhe 80 cm, Gewicht max. 80 kg;
• frisst pflanzenfressende Säugetiere wie Reh, Hirsch, Wildschwein,, Hase, selten Biber, Fuchs, Marder und Haustiere, ausnahmsweise auch Vögel, Fische und Früchte. Die verzehrte Fleischmenge pro Tag liegt zwischen 4 und 8 kg.
• Die Weibchen haben wie der Fuchs 4-6 Jungtiere, die sie in einer Erdhöhle zur Welt bringen. Diese sind ebenfalls wie beim Fuchs ca. 14 Tage blind.
• Freilebende Wölfe werden max. 10-13 Jahre alt. Viele sterben innerhalb der ersten 2 Lebensjahre, an verschiedenen Krankheiten, aber auch an Vergiftung, Verletzung, Abschuss und Verhungern.
• In Europa (ohne Russland und Ukraine) leben zur Zeit etwa 12‘000 bis 18‘000 Wölfe.
• Der Wolf war in weiten Teilen Europas ausgerottet, steht heute aber unter internationalem Schutz; die Bestände erholen sich wieder. 
 
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Modellbogen und Werkhefte
  • Natürlich hat Edwin Morf den Modellbogen nicht erfunden. Vorläufer davon gibt es seit Mitte des 16. Jahrhunderts. In der Rokoko-Zeit hat der Dichterfürst Goethe »allerley artige Lusthäuser ... mit Pilastern, Freitreppen und Dächern« aus Papier ersonnen. Grosse Mode wurde der Modellbogen aber erst im 19. Jahrhundert, vor allem nach der Erfindung der Lithographie. Damals kamen in deutschen und französischen Verlagen Tausende von Modellen auf den Markt; alles Erdenkliche wurde angeboten, Königspaläste, Tempelruinen, Opernhäuser, funktioniernde (!) Dampfmaschinen und Nähmaschinen, Unterseeboote und Eiffeltürme in allen Grössen. Neben hervorragenden Konstruktionen gab es auch viel eilig hergestellten, billigen und geschmacklosen Schund.
  • Die Modellbogen des von Edwin Morf ins Leben gerufenen nachmaligen Pädagogischen Verlages verstanden sich von Anfang an als Zeichen einer Reformbewegung und eines Neubeginns nach dem Ersten Weltkrieg. Die Modelle sollten qualitativ hochstehend, kindergerecht und lehrreich sein und schweizerischen Verhältnissen und Bedürfnissen Rechnung tragen. Von diesem pädagogischen, ja volkserzieherischen Impetus zeugt ein Rundschreiben Morfs aus Jahre 1933, aus dem folgende Passage zitiert sei:
  • »Wenn die Abende früher hereinbrechen, taucht für alle, die sich für das Wohl der Jugend verantwortlich fühlen, die wichtige Frage auf: Wie beschäftigen wir unsere Jungmannschaft, besonders das tatendurstige Bubenvolk, unterhaltend und nutzbringend? Die jungen Leute sollen lesen! höre ich sagen. Nur lesen? Nein, auch mit Hand und Werkzeug will und soll unsere Jugend tüchtig werden, soll Genauigkeit und Ausdauer üben und dies auf eine Weise, als ob's Spiel wäre. Unmerklich soll ihr die Freude an sauberer Arbeit aufgehen. Sie möchte gerne etwas Schönes entstehen sehen, das noch nach Jahren Zeuge ihres Fleisses, ihrer Ausdauer und Erfindungsgabe sei, darauf hat sie ein Recht.«
  • Über diesen Punkt herrscht heute weiterherum Einigkeit: wie alle »nützlichen« Freizeitbeschäftigungen ist das Modellbogenbasteln nicht nur ein kurzweiliger Zeitvertreib, sondern hat auch einen nachhaltigen Lerneffekt. Geschult werden, ganz nach Edwin Morfs Ansicht, Ausdauer und Genauigkeit, im Einzelnen das Umsetzen einer komplizierten Anleitung, die Feinmotorik, das räumliche Sehen. Jedes Kind, das ein Modell nach einem Konstruktionsplan ohne böse Fehler nachbauen kann, hat eine beachtliche Leistung vollbracht und hat nachher auch ein greifbares, schönes Resultat in den Händen. Auf dieses darf es stolz sein; es ist ein sichtbares Erfolgserlebnis, das zu weiteren Taten anspornt. Und ganz nebenher erfährt es noch eine Menge Wissenswertes über das Objekt, das es soeben konstruiert hat, über dessen Geschichte, Bedeutung und Funktion.
  • Obwohl sich seit den Gründungsjahren des Verlages die Welt insgesamt und die Welt des Kindes im Besonderen dramatisch verändert hat, erfreut sich der Modellbogen ungebrochener Beliebtheit. Offensichtlich bietet das Basteln eines schönen Kartonmodells etwas, das weder Barbie-Puppen noch Videospiele, weder Elektronik-Baukästen noch Game-Boys bieten können. Die Verkaufsziffern sprechen hier eine deutliche Sprache.
    Der Modellbogen wird nicht aussterben; diese Prognose sei hier gewagt. Trotz Infotainment und dauernder Musikberieselung, trotz der Attraktivität von schnarrendem, piepsendem, umhersausendem Techno-Spielzeug aller Art: wenn's dann irgendwann für einmal still wird im Kinderzimmer, dann kommt er wieder auf den Tisch, der alte, geliebte Modellbogen, und dann herrscht wieder Ruhe, Konzentration, Aufmerksamkeit - und stille Freude über das gelungene Werk.
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