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604 - Lern-Puzzle Pferde

604 - Lern-Puzzle Pferde

  • Bestellnummer: 604
  • Autor: Rolf A. Müller
  • Schwierigkeitsgrad: ab 6 J.
  • Selbständige Einzelteile:
  • Sprache: d
  • Massstab:  n/a
 
Lern-Puzzle Pferde
 
Ein Puzzle mit Pferden als Sujet und vielen interessanten Informationen
 

Seit wann gibt es Pferde?
Pferde gibt es seit über 50 Millionen Jahren. Sie sind also viel früher als die Menschen entstanden. 

Wie sah das Urpferd aus?
Es war nicht grösser als ein Fuchs und hatte ein ähnliches Fell wie ein Reh. Es lebte im Urwald. Später, im Verlaufe der Jahrmillionen, als der Urwald langsam verschwand und weite Grassteppen entstanden, wurde es immer grösser und konnte mit seinen jetzt längeren Beinen schneller vor seinen Feinden fliehen.

 Mit welchen Tieren ist das Pferd verwandt?
Aus den frühen Pferden entwickelten sich unter anderem das Zebra und der Esel. Diese beiden Tiere sind mit dem Pferd eng verwandt. Alle drei Tierarten können sich untereinander paaren und Junge haben. Bekannt sind das Maultier (Vater = Esel, Mutter = Pferd) und der Maulesel (Mutter = Esel, Vater = Pferd). Weniger bekannt sind das Pferdezebroid und das Eselzebroid (in der Regel: Vater = Zebra). Die meisten dieser Mischtiere können sich nicht fortpflanzen.

 Gibt es noch richtige Wildpferde?
Im strengen Sinne gibt es keine Wildpferde mehr, mindestens keine, die immer in Freiheit gelebt haben. Man hat aber eingefangene mongolische Pferde, sogenannte Przewalski-Pferde, die mit dem Urpferd verwandt sind, in Zoos gehalten und später wieder ausgewildert.

Die weissen Camarguepferde auf unserem Puzzle-Bild sind wie die deutschen Dülmener Pferde keine ursprünglichen Wildtiere, sondern entlaufene und verwilderte Hauspferde.

 Was ist typisch für die Pferde?
Pferde und Ponys sind eigentlich Herdentiere mit einem Leithengst als "Chef“. Die Stuten können schon im Alter von 2 Jahren ihr erstes Fohlen bekommen. Die Tragezeit ist länger als beim Menschen, nämlich etwas mehr als 11 Monate. Fohlen sind mit 4 bis 5 Jahren ausgewachsen. Pferde können bis 30 Jahre alt werden, Ponys sogar bis 35 Jahre.

Mit ihren seitlich liegenden Augen haben Pferde ein weites Blickfeld. Sie sehen sehr gut, auch nachts, aber auch die anderen Sinne sind stark ausgebildet: Das Hören, das Riechen, das Fühlen.

 Welche Pferderassen gibt es?
Durch natürliche Auswahl und Züchtung sind im Verlaufe der Zeit gegen 300 Pferderassen entstanden. Man unterteilt sie der Einfachheit halber in 4 Gruppen: 1. Kleinpferde oder Ponys (kleiner als 148 cm, robust, geeignet z.B. als Reit- und Zugpferde), 2. Vollblüter (sehr temperamentvoll, geeignet z.B. für Galopprennen), 3. Warmblüter (lebhaft, geeignet z.B. für Dressur und Springreiten), 4. Kaltblüter (ruhig, geeignet z.B. als Arbeitspferde)

 Wofür wurden und werden Pferde gebraucht?
Vor etwa 6000 Jahren zähmten die Menschen die ersten Pferde. Sie lieferten Milch und Fleisch und dienten als Reit- und Lasttiere. In den Kriegen zogen sie die Streitwagen und trugen auf ihren Rücken die Reitertruppen. Sie zogen Pflüge und Fuhrwerke, später auch Postkutschen und Trams.

Heute werden sie vor allem für Freizeitzwecke und für den Pferdesport verwendet.

 Was fressen Pferde?
Pferde sind Pflanzenfresser. Eine typische Pferdemahlzeit besteht auf der Weide aus Gras und Kräutern, im Stall aus Heu. Dazu können Getreidesorten und Saftfutter aus Frucht- und Gemüsestückchen kommen.

Ganz wichtig ist das Trinken: Ein Pferd trinkt täglich bis zu 30 Liter Wasser, bei Hitze oder körperlicher Belastung deutlich mehr. Bei grosser Anstrengung schwitzen sie stark und verlieren bis zu 40 Liter Schweiss.

 Wie schlafen Pferde?
Pferde sind Fluchttiere und haben immer Angst vor Angreifern. Deshalb schlafen sie nur dann liegend, wenn sie sich ganz sicher fühlen. Sonst schlafen sie im Stehen. Sie können ihre Hinterbeine fixieren, so dass sie nicht einknicken. Dadurch können sie sich im Schlaf erholen und fallen auch nicht plötzlich um.

 Brauchen Pferde Hufeisen?
Das Anbringen von Hufeisen ist nicht unbedingt nötig. Nicht nur wild lebende Pferde kommen ohne sie aus, auch viele Reitpferde sind nicht beschlagen; solche nennt man Barhufer.

Hufe bestehen wie unsere Finger- und Zehennägel aus Horn. Das Horn der Hufe ist schmerzunempfindlich; es kann wie unsere Nägel geschnitten werden und wächst auch wieder nach.

Die Hufeisen, die vielen Pferden aufgenagelt werden, sollen verhindern, dass das Horn der Hufe sich auf harten und steinigen Böden zu stark abnützt.

 Wie lenkt man ein Pferd beim Reiten?
Ein ausgebildetes Pferd reagiert auf sogenannte "Hilfen“, also eingeübte Signale, die vom Reiter kommen. Dieser kann mit den Unterschenkeln gegen den Pferdebauch drücken, er kann das Gewicht auf dem Pferderücken verlagern, er kann mit den Zügeln, mit der Reitgerte oder auch mit der Stimme Zeichen geben, die dem Pferd mitteilen, was er von ihm will.

 Was für Gangarten gibt es bei Pferden?
Der Mensch mit seinen zwei Beinen kann entweder gehen oder rennen, vielleicht noch hüpfen. Mehr Möglichkeiten gibt es für ihn nicht. Pferde hingegen beherrschen mindestens drei Gangarten, gewisse Rassen sogar fünf. Bekannt sind der eher langsame "Schritt“, der etwas raschere "Trab“ und die schnellste Gangart, der "Galopp“.  Islandpferde beherrschen noch den "Tölt“ und den "Pass“, gewisse amerikanische Pferde den "Rack“, den "Walk“, den "Marcha“ oder den "Foxtrott“. Bei jeder dieser Gangarten werden die Beine anders aufgesetzt, und man hört je nachdem als Hufgeräusch einen Zweitakt, einen Dreitakt oder einen Viertakt.

 Wie hoch kann ein Pferd springen?
Die maximale Sprunghöhe eines Pferdes liegt bei etwa 250 cm. Das schaffen aber nur speziell dressierte Springpferde. Normale Pferde wollen gar nicht springen und versuchen im Normalfall, einem Hindernis auszuweichen.

 Wo finde ich noch mehr Informationen?
Es gibt eine Reihe von guten Büchern, z.B.

• Pferde und Ponys (Ravensburger Buchverlag)
• Daniela Nase, Pferde (cbj-Verlag)

und viele Internetadressen, so etwa

• www.welt-der-pferde.de/rassen/
• www.pferde-rassen.de/
• www.pferde-pferderassen.de/
• www.pferderassen-verzeichnis.de/
• www.pferdetipps-fuer-kids.de/
• www.hallo-pferd.de/
• www.srs.at/    (betrifft: Spanische Hofreitschule)
• www.tierwissen.de/
• www.reiten.de/

 Achtung:
• Die Internet-Adressen sind etwas unzuverlässig. Einige sind viele Jahre gültig und die Texte auf den Webseiten werden auch ständig nachgeführt, andere sind plötzlich ungültig oder enthalten nur noch Werbung. Du kannst aber selber Adressen finden, in dem du in einer Suchmaschine (wie Google) das Stichwort "Pferd“ eingibst.
• Beim Eintippen der Internetadressen ist es wichtig, dass jeder Buchstabe stimmt. Wenn du nur ein einziges falsches Zeichen eingibst oder einen Leerschlag machst, kommt die Maschine nicht mehr draus und findet die gewünschte Adresse nicht.

 

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Modellbogen und Werkhefte
  • Natürlich hat Edwin Morf den Modellbogen nicht erfunden. Vorläufer davon gibt es seit Mitte des 16. Jahrhunderts. In der Rokoko-Zeit hat der Dichterfürst Goethe »allerley artige Lusthäuser ... mit Pilastern, Freitreppen und Dächern« aus Papier ersonnen. Grosse Mode wurde der Modellbogen aber erst im 19. Jahrhundert, vor allem nach der Erfindung der Lithographie. Damals kamen in deutschen und französischen Verlagen Tausende von Modellen auf den Markt; alles Erdenkliche wurde angeboten, Königspaläste, Tempelruinen, Opernhäuser, funktioniernde (!) Dampfmaschinen und Nähmaschinen, Unterseeboote und Eiffeltürme in allen Grössen. Neben hervorragenden Konstruktionen gab es auch viel eilig hergestellten, billigen und geschmacklosen Schund.
  • Die Modellbogen des von Edwin Morf ins Leben gerufenen nachmaligen Pädagogischen Verlages verstanden sich von Anfang an als Zeichen einer Reformbewegung und eines Neubeginns nach dem Ersten Weltkrieg. Die Modelle sollten qualitativ hochstehend, kindergerecht und lehrreich sein und schweizerischen Verhältnissen und Bedürfnissen Rechnung tragen. Von diesem pädagogischen, ja volkserzieherischen Impetus zeugt ein Rundschreiben Morfs aus Jahre 1933, aus dem folgende Passage zitiert sei:
  • »Wenn die Abende früher hereinbrechen, taucht für alle, die sich für das Wohl der Jugend verantwortlich fühlen, die wichtige Frage auf: Wie beschäftigen wir unsere Jungmannschaft, besonders das tatendurstige Bubenvolk, unterhaltend und nutzbringend? Die jungen Leute sollen lesen! höre ich sagen. Nur lesen? Nein, auch mit Hand und Werkzeug will und soll unsere Jugend tüchtig werden, soll Genauigkeit und Ausdauer üben und dies auf eine Weise, als ob's Spiel wäre. Unmerklich soll ihr die Freude an sauberer Arbeit aufgehen. Sie möchte gerne etwas Schönes entstehen sehen, das noch nach Jahren Zeuge ihres Fleisses, ihrer Ausdauer und Erfindungsgabe sei, darauf hat sie ein Recht.«
  • Über diesen Punkt herrscht heute weiterherum Einigkeit: wie alle »nützlichen« Freizeitbeschäftigungen ist das Modellbogenbasteln nicht nur ein kurzweiliger Zeitvertreib, sondern hat auch einen nachhaltigen Lerneffekt. Geschult werden, ganz nach Edwin Morfs Ansicht, Ausdauer und Genauigkeit, im Einzelnen das Umsetzen einer komplizierten Anleitung, die Feinmotorik, das räumliche Sehen. Jedes Kind, das ein Modell nach einem Konstruktionsplan ohne böse Fehler nachbauen kann, hat eine beachtliche Leistung vollbracht und hat nachher auch ein greifbares, schönes Resultat in den Händen. Auf dieses darf es stolz sein; es ist ein sichtbares Erfolgserlebnis, das zu weiteren Taten anspornt. Und ganz nebenher erfährt es noch eine Menge Wissenswertes über das Objekt, das es soeben konstruiert hat, über dessen Geschichte, Bedeutung und Funktion.
  • Obwohl sich seit den Gründungsjahren des Verlages die Welt insgesamt und die Welt des Kindes im Besonderen dramatisch verändert hat, erfreut sich der Modellbogen ungebrochener Beliebtheit. Offensichtlich bietet das Basteln eines schönen Kartonmodells etwas, das weder Barbie-Puppen noch Videospiele, weder Elektronik-Baukästen noch Game-Boys bieten können. Die Verkaufsziffern sprechen hier eine deutliche Sprache.
    Der Modellbogen wird nicht aussterben; diese Prognose sei hier gewagt. Trotz Infotainment und dauernder Musikberieselung, trotz der Attraktivität von schnarrendem, piepsendem, umhersausendem Techno-Spielzeug aller Art: wenn's dann irgendwann für einmal still wird im Kinderzimmer, dann kommt er wieder auf den Tisch, der alte, geliebte Modellbogen, und dann herrscht wieder Ruhe, Konzentration, Aufmerksamkeit - und stille Freude über das gelungene Werk.
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