swiss-schere300.jpg      titel-aue2.jpg       Logo-PV.jpg

Suche:
Sie befinden sich in:
LZ 1 Der erste Zeppelin - Maßstab 1:200

LZ 1 Der erste Zeppelin - Maßstab 1:200

  • Bestellnummer: Aluminiumschiff
  • Autor:  Norbert Meier
  • Selbstständige Einzelteile: 1
  • Sprache: d
  • Schwierigkeitsgrad: 2
  • Anzahl Bogen:  8
  •  Anzahl Teile:   305
  • Massstab: 1 : 100
  • Länge      64.0 cm
  • Breite        8.0 cm
  • Höhe         8.0 cm
LZ 1 Der erste Zeppelin
Modellbaubogen im Maßstab 1:200
Model cut-out sheets, Scale 1:200
 
 
Am 2. Juli 1900 startete das erste Zeppelinluftschiff zu seiner Jungfernfahrt, die nach nur 18 Minuten beendet war. Am 17. und 21. Oktober 1900 folgten zwei weitere Fahrten, danach mußte LZ 1 aus Geldmangel verschrottet werden.Dennoch begann mit diesen Testfahrten der Traum des Grafen Zeppelin, ein lenkbares Luftfahrzeug zu bauen, Wirklichkeit zu werden. Dem ersten Zeppelin-Luftschiff, mit dem die grundsätzliche Richtigkeit des Prinzips nachgewiesen werden konnte, folgten bald weitere, perfektere Luftschiffe, denen allen die starre Konstruktion zu eigen war. LZ 1 stand am Anfang einer Entwicklung, die in den dreißiger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts ihren Höhepunkt, aber auch ihr vorläufiges Ende fand.
 
Dieser Modellbaubogen ermöglicht den Bau des ersten Zeppelins im Maßstab 1:200 in einer der drei Versionen, die er bei seinen Fahrten hatte.
 
The first Zeppelin Airship took off for its maiden flight on the 2.nd July 1900 which ended after only 18 minutes. Two further flights followed on 17. and 21. October 1900 after which the LZ 1 had to be scrapped out of financial reasons.In spite of this, Graf Zeppelin`s dream of building a dirigible airship started to materialise with these test flights. Further, more perfect, rigid airships followed the first Zeppelin, whose basic principle was proven to be right and characterised all further constructions.LZ 1 was at the begining of a development which had its climax in the thirties of the twenties century but also, for the time being, its end.These model sheets allow you to build the first Zeppelin at a scale of 1:200 in any one of the three versions which flew.
 
chamoisfarbener Karton, schwarz bedruckt1 Bogen DIN A 4, weißer Karton, schwarz und silber bedruckt2 Bauanleitungen in deutsch und englisch, DIN A 3 gefaltet, Zeichnungen und TextUmschlag DIN C 4 weiß, beidseitig schwarz bedruckt
 
Nicht auf Lager
ca. ab Sommer 2009
Einzelpreis 23.00 SFr
back.jpg                                                                                                      Preis enthält MwSt zzgl. Versandkosten
Menge:
Sie befinden sich in:
LZ 1 Der erste Zeppelin - Maßstab 1:200
Weitere Bilder
Warenkorbübersicht
Im Warenkorb befinden sich keine Produkte.
 303011 - Rob Ives - Ruminations.gif
  Rob Ives
Infobox 2
WR013 - Gegen den Wind - Papiermechanik.gif
 Walter Ruffler

 
Modellbogen und Werkhefte
  • Natürlich hat Edwin Morf den Modellbogen nicht erfunden. Vorläufer davon gibt es seit Mitte des 16. Jahrhunderts. In der Rokoko-Zeit hat der Dichterfürst Goethe »allerley artige Lusthäuser ... mit Pilastern, Freitreppen und Dächern« aus Papier ersonnen. Grosse Mode wurde der Modellbogen aber erst im 19. Jahrhundert, vor allem nach der Erfindung der Lithographie. Damals kamen in deutschen und französischen Verlagen Tausende von Modellen auf den Markt; alles Erdenkliche wurde angeboten, Königspaläste, Tempelruinen, Opernhäuser, funktioniernde (!) Dampfmaschinen und Nähmaschinen, Unterseeboote und Eiffeltürme in allen Grössen. Neben hervorragenden Konstruktionen gab es auch viel eilig hergestellten, billigen und geschmacklosen Schund.
  • Die Modellbogen des von Edwin Morf ins Leben gerufenen nachmaligen Pädagogischen Verlages verstanden sich von Anfang an als Zeichen einer Reformbewegung und eines Neubeginns nach dem Ersten Weltkrieg. Die Modelle sollten qualitativ hochstehend, kindergerecht und lehrreich sein und schweizerischen Verhältnissen und Bedürfnissen Rechnung tragen. Von diesem pädagogischen, ja volkserzieherischen Impetus zeugt ein Rundschreiben Morfs aus Jahre 1933, aus dem folgende Passage zitiert sei:
  • »Wenn die Abende früher hereinbrechen, taucht für alle, die sich für das Wohl der Jugend verantwortlich fühlen, die wichtige Frage auf: Wie beschäftigen wir unsere Jungmannschaft, besonders das tatendurstige Bubenvolk, unterhaltend und nutzbringend? Die jungen Leute sollen lesen! höre ich sagen. Nur lesen? Nein, auch mit Hand und Werkzeug will und soll unsere Jugend tüchtig werden, soll Genauigkeit und Ausdauer üben und dies auf eine Weise, als ob's Spiel wäre. Unmerklich soll ihr die Freude an sauberer Arbeit aufgehen. Sie möchte gerne etwas Schönes entstehen sehen, das noch nach Jahren Zeuge ihres Fleisses, ihrer Ausdauer und Erfindungsgabe sei, darauf hat sie ein Recht.«
  • Über diesen Punkt herrscht heute weiterherum Einigkeit: wie alle »nützlichen« Freizeitbeschäftigungen ist das Modellbogenbasteln nicht nur ein kurzweiliger Zeitvertreib, sondern hat auch einen nachhaltigen Lerneffekt. Geschult werden, ganz nach Edwin Morfs Ansicht, Ausdauer und Genauigkeit, im Einzelnen das Umsetzen einer komplizierten Anleitung, die Feinmotorik, das räumliche Sehen. Jedes Kind, das ein Modell nach einem Konstruktionsplan ohne böse Fehler nachbauen kann, hat eine beachtliche Leistung vollbracht und hat nachher auch ein greifbares, schönes Resultat in den Händen. Auf dieses darf es stolz sein; es ist ein sichtbares Erfolgserlebnis, das zu weiteren Taten anspornt. Und ganz nebenher erfährt es noch eine Menge Wissenswertes über das Objekt, das es soeben konstruiert hat, über dessen Geschichte, Bedeutung und Funktion.
  • Obwohl sich seit den Gründungsjahren des Verlages die Welt insgesamt und die Welt des Kindes im Besonderen dramatisch verändert hat, erfreut sich der Modellbogen ungebrochener Beliebtheit. Offensichtlich bietet das Basteln eines schönen Kartonmodells etwas, das weder Barbie-Puppen noch Videospiele, weder Elektronik-Baukästen noch Game-Boys bieten können. Die Verkaufsziffern sprechen hier eine deutliche Sprache.
    Der Modellbogen wird nicht aussterben; diese Prognose sei hier gewagt. Trotz Infotainment und dauernder Musikberieselung, trotz der Attraktivität von schnarrendem, piepsendem, umhersausendem Techno-Spielzeug aller Art: wenn's dann irgendwann für einmal still wird im Kinderzimmer, dann kommt er wieder auf den Tisch, der alte, geliebte Modellbogen, und dann herrscht wieder Ruhe, Konzentration, Aufmerksamkeit - und stille Freude über das gelungene Werk.
  • Zurück      Nach Oben