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00737 - Streichquartett - 1:5

00737 - Streichquartett - 1:5

  • Bestellnummer: 00646
  • Autor: 
  • Selbstständige Einzelteile: 1
  • Sprache: d
  • Schwierigkeitsgrad: 1
  • Anzahl Bogen:  3
  • Massstab: 1 : 5
  • Länge  18 cm
  • Breite  18 cm
  • Höhe   20 cm

 
Der Schreiber-Bogen enthält 2 Geigen, 1 Bratsche, 1 Cello,
4 Stühle und 4 Notenständer.
 
 
STREICHQUARTETT
In der Mitte des 18. Jahrhunderts entstand das Streichquartett als eigene Gattung der Kammermusik. In den Kompositionen erhielten die einzelnen Stimmen einen anderen Stellenwert. Das Cello zum Beispiel hatte in der Barockmusik nur eine begleitende Funktion als Bassinstrument, im Streichquartett übernahm es auch solistische Passagen. Besonders der Komponist Joseph Haydn trug dazu bei, dass sich das Streichquartett zur anspruchsvollsten Gattung der Kammermusik entwickelte. Eine eigene Kompositionslehre entstand. Den Kompositionen schrieb man dabei eine Art „Gesprächscharakter“ zu. In der Wiener Klassik, der Blütezeit des Streichquartetts, prägten diese Gattung neben Haydn auch Mozart und Beethoven, später besonders Schubert, Schumann, Mendelssohn-Bartholdy, Brahms, Dvorák und Grieg.
 
Streichquartette bestehen in der Regel aus zwei Geigen, einer Bratsche und einem Cello. Sie wurden zunächst von den Stimmführern der Instrumentengruppen eines Orchesters besetzt. Erst ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bildeten sich eigenständige Kammermusikensembles.

Geige (Violine)
Streichinstrumente kennt man in Europa seit dem Mittelalter. Die ersten Vorläufer der Geige gab es im 11. Jahrhundert. Der bekannteste Vorläufer ist die Fidel aus dem 13. Jahrhundert. Um Form und Klangqualität zu verbessern, entwarf der italienische Geigenbauer Andrea Amatti um 1550 eine Geige, wie wir sie heute noch kennen. Sein Schüler Antonio Stradivari entwickelte diese Konstruktion weiter. Er gilt bis heute als der bekannteste Geigenbauer der Geschichte.
 
So ist eine Geige aufgebaut: Am oberen Ende des Halses befindet sich die Schnecke, eine barocke Verzierung, die für den Klang der Geige keine Bedeutung hat. Im Wirbelkasten darunter sind die Wirbel zum Stimmen der Saiten befestigt. Unterhalb des Wirbelkastens laufen vier Saiten über den Sattel und das Griffbrett, das auf der Oberseite des Geigenhalses angebracht ist. Die Saiten mit den Tönen g, d1, a1 und e² sind über den Steg gespannt, der die Schwingung der Saiten auf die Decke des Instruments überträgt. Seitlich des Stegs befinden sich zwei Schalllöcher in der Form des kleinen Buchstabens f. Unterhalb des Stegs sind die Saiten am Saitenhalter befestigt, der sich mit seiner Größe auf den Klang auswirken kann. Im Inneren der Geige überträgt ein Stimmstock den Schall von der Decke zum Boden.
 
Töne werden mit einem Geigenbogen aus Holz erzeugt. Die Bespannung zwischen der Spitze (Kopf) und Bogenende (Frosch) besteht aus Schweifhaaren einer bestimmten Pferderasse. Sie wird vor dem Spiel mit Kolofonium behandelt. Mit dem Bogen streicht der Spieler über die Saiten. Die unterschiedlichen Tonhöhen entstehen durch das Niederdrücken der Saiten auf dem Griffbrett. Dadurch verändert sich die Länge der Saite, die schwingen kann.

Bratsche (Viola)
      Das Wort „Bratsche“ ist im Deutschen heutzutage gebräuchlicher als „Viola“ und leitet sich vom italienischen Begriff „Viola da Braccio“ ab. Das bedeutet im Deutschen etwa „Armgeige“. In Partituren wird aber auch heute noch die Bezeichnung „Viola“ verwendet.
 
Die Bratsche gleicht der Geige in Form, Bau und Tonerzeugung, ist aber eine Quinte tiefer in den Tönen c, g, d1 und a1 gestimmt. Um die tiefen Töne zu erzeugen, muss das Instrument größer sein. Dadurch verändern sich die Tonabstände auf dem Griffbrett. Das erfordert beim Spielen eine größere Fingerfertigkeit. Die Größe beeinflusst auch die Haltung von Arm, Rücken und Schulter. Deshalb entwickelte man parallel zur Bratsche ein Instrument, das man mit den Beinen hielt - die „Viola da Gamba“ (ital. Gamba = dt. Bein). Trotzdem ist die Bratsche weiter verbreitet.

Cello (Violoncello)
Auch das Violoncello, umgangssprachlich meistens Cello genannt, ähnelt der Geige in Form, Bau und Tonerzeugung. Auf den ersten Blick unterscheidet es sich vor allem dadurch, dass es beim Spielen zwischen den Knien gehalten und mit dem sogenannten Stachel aufgestellt wird. Das Cello ist in den Tönen C, G, d und a gestimmt, also eine Oktave tiefer als die Bratsche. Deshalb müsste das Instrument eigentlich viel größer sein. Für eine leichtere Handhabung ist es aber nur doppelt so groß wie die Geige gebaut. Zum Ausgleich sind Boden und Decke stärker gewölbt und die Seitenwände, genannt Zargen, erhöht.
 
Das Cello entwickelte sich aus der Viola da Gamba. Die heute übliche Stimmung ist etwa seit 1730 verbreitet. Der Stachel zum Aufstellen des Instruments setzte sich Anfang des 19. Jahrhunderts durch.
 
 

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Modellbogen und Werkhefte
  • Natürlich hat Edwin Morf den Modellbogen nicht erfunden. Vorläufer davon gibt es seit Mitte des 16. Jahrhunderts. In der Rokoko-Zeit hat der Dichterfürst Goethe »allerley artige Lusthäuser ... mit Pilastern, Freitreppen und Dächern« aus Papier ersonnen. Grosse Mode wurde der Modellbogen aber erst im 19. Jahrhundert, vor allem nach der Erfindung der Lithographie. Damals kamen in deutschen und französischen Verlagen Tausende von Modellen auf den Markt; alles Erdenkliche wurde angeboten, Königspaläste, Tempelruinen, Opernhäuser, funktioniernde (!) Dampfmaschinen und Nähmaschinen, Unterseeboote und Eiffeltürme in allen Grössen. Neben hervorragenden Konstruktionen gab es auch viel eilig hergestellten, billigen und geschmacklosen Schund.
  • Die Modellbogen des von Edwin Morf ins Leben gerufenen nachmaligen Pädagogischen Verlages verstanden sich von Anfang an als Zeichen einer Reformbewegung und eines Neubeginns nach dem Ersten Weltkrieg. Die Modelle sollten qualitativ hochstehend, kindergerecht und lehrreich sein und schweizerischen Verhältnissen und Bedürfnissen Rechnung tragen. Von diesem pädagogischen, ja volkserzieherischen Impetus zeugt ein Rundschreiben Morfs aus Jahre 1933, aus dem folgende Passage zitiert sei:
  • »Wenn die Abende früher hereinbrechen, taucht für alle, die sich für das Wohl der Jugend verantwortlich fühlen, die wichtige Frage auf: Wie beschäftigen wir unsere Jungmannschaft, besonders das tatendurstige Bubenvolk, unterhaltend und nutzbringend? Die jungen Leute sollen lesen! höre ich sagen. Nur lesen? Nein, auch mit Hand und Werkzeug will und soll unsere Jugend tüchtig werden, soll Genauigkeit und Ausdauer üben und dies auf eine Weise, als ob's Spiel wäre. Unmerklich soll ihr die Freude an sauberer Arbeit aufgehen. Sie möchte gerne etwas Schönes entstehen sehen, das noch nach Jahren Zeuge ihres Fleisses, ihrer Ausdauer und Erfindungsgabe sei, darauf hat sie ein Recht.«
  • Über diesen Punkt herrscht heute weiterherum Einigkeit: wie alle »nützlichen« Freizeitbeschäftigungen ist das Modellbogenbasteln nicht nur ein kurzweiliger Zeitvertreib, sondern hat auch einen nachhaltigen Lerneffekt. Geschult werden, ganz nach Edwin Morfs Ansicht, Ausdauer und Genauigkeit, im Einzelnen das Umsetzen einer komplizierten Anleitung, die Feinmotorik, das räumliche Sehen. Jedes Kind, das ein Modell nach einem Konstruktionsplan ohne böse Fehler nachbauen kann, hat eine beachtliche Leistung vollbracht und hat nachher auch ein greifbares, schönes Resultat in den Händen. Auf dieses darf es stolz sein; es ist ein sichtbares Erfolgserlebnis, das zu weiteren Taten anspornt. Und ganz nebenher erfährt es noch eine Menge Wissenswertes über das Objekt, das es soeben konstruiert hat, über dessen Geschichte, Bedeutung und Funktion.
  • Obwohl sich seit den Gründungsjahren des Verlages die Welt insgesamt und die Welt des Kindes im Besonderen dramatisch verändert hat, erfreut sich der Modellbogen ungebrochener Beliebtheit. Offensichtlich bietet das Basteln eines schönen Kartonmodells etwas, das weder Barbie-Puppen noch Videospiele, weder Elektronik-Baukästen noch Game-Boys bieten können. Die Verkaufsziffern sprechen hier eine deutliche Sprache.
    Der Modellbogen wird nicht aussterben; diese Prognose sei hier gewagt. Trotz Infotainment und dauernder Musikberieselung, trotz der Attraktivität von schnarrendem, piepsendem, umhersausendem Techno-Spielzeug aller Art: wenn's dann irgendwann für einmal still wird im Kinderzimmer, dann kommt er wieder auf den Tisch, der alte, geliebte Modellbogen, und dann herrscht wieder Ruhe, Konzentration, Aufmerksamkeit - und stille Freude über das gelungene Werk.
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